Vier ICE-Züge stranden wegen witterungsbedingter Streckensperrung in Würzburg

Weil die Deutsche Bahn am Donnerstagabend (27. Februar) den Zugverkehr in Süddeutschland aufgrund kräftigen Schnellfalls und starkem Wind teilweise einstellen musste, wurde das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zur Unterstützung hinzugezogen. Gesperrt waren unter anderem die Strecken Würzburg–Nürnberg und Würzburg–Treuchtlingen 


Die Mitarbeiter des BRK kümmerten sich ab dem späten Donnerstagabend um rund 1.300 Reisende, die am Würzburger Hauptbahnhof in vier ICE-Zügen gestrandet waren. In Abstimmung mit der Deutschen Bahn wurden Einsatzgruppen des BRK Würzburg, der Malteser Würzburg und des BRK Kitzingen alarmiert. Während das Rote Kreuz die Reisenden in den Zügen mit Getränken und Verpflegung versorgte, richtete der Malteser Hilfsdienst in der Jenaplan-Schule eine Notunterkunft für Familien mit Kleinkindern sowie Senioren und Hilfsbedürftige ein. Die Hilfsorganisationen hatten sich zunächst auf eine Einsatzdauer von sieben Stunden eingerichtet, der Reiseverkehr wurde jedoch bereits gegen 02:00 Uhr wieder aufgenommen und der Betreuungseinsatz beendet.

Logistische Unterstützung erhielten die Hilfsorganisationen durch die THW Ortsgruppe Würzburg. Ein Vertreter der Berufsfeuerwehr Würzburg kümmerte sich als Vertreter der Stadt um die Akquise der Notunterkunft. Die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg stellte für den Transfer der Reisenden in die Notunterkunft einen Omnibus zur Verfügung. Insgesamt waren 70 Ehrenamtliche im Einsatz. „Die Bereitschaft der Ehrenamtlichen, den festsitzenden Reisenden zu nachtschlafender Zeit zu helfen, war sehr beeindruckend!“, so Einsatzleiter Paul Justice.

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red, Titelfoto: BRK

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