Alstom-Chef will französischen TGV an Deutsche Bahn verkaufen

Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge ist überzeugt, dass der doppelstöckige Schnellzug TGV, der auf französischen Hochgeschwindigkeitsstrecken verkehrt, auch für den deutschen Markt ein „idealer Zug“ wäre.


Wie der Chef des Zugherstellers Alstom, Henri Poupart-Lafarge, in einem Interview erklärt, könne sein Unternehmen „für den deutschen Markt einen idealen Zug anbieten.“ Gemeint ist der doppelstöckige Hochgeschwindigkeitszug TGV (train à grande vitesse). Dieser fahre „schneller als 300 km/h“ und könne „mindestens 50 Prozent mehr Personen transportieren“, sagte Poupart-Lafarge gegenüber der WirtschaftsWoche. Die Deutsche Bahn habe angekündigt, ihre Hochgeschwindigkeitsflotte weiter deutlich auszubauen. „Die Branche geht von zwei Ausschreibungen aus – die erste läuft, die andere könnte sehr bald starten.“ Der Doppeldeckerzug habe „eine großartige Zukunft“.

© Bahnblogstelle (Archiv)

Seit 2007 sind die TGV-Züge auch auf dem deutschen Schienennetz anzutreffen. Sie kommen für die französische Staatsbahn SNCF unter anderem auf den Verbindungen Paris – Stuttgart – München sowie Paris – Saarbrücken – Frankfurt am Main im internationalen Fernverkehr zum Einsatz.

Nach dem angekündigten Kauf von Konkurrent Bombardier Transportation sieht der Manager sein Unternehmen gut gerüstet und verkündet, dass Alstom weiter wachsen wolle. Der Markt sei dafür vorhanden, denn die Nachfrage nach Zügen im Nah- und Fernverkehr werde steigen. „Es liegt an uns, dass wir Verträge und Ausschreibungen gewinnen“, so der Manager.


red, Titelfoto: Pixabay (Archiv)

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