Gleisläufer zwingt Lokführer zur Schnellbremsung

Am Mittwoch (4. März) wurde die Bundespolizei in Halle(Saale) über einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr auf der Strecke Sangerhausen – Halle informiert.


Der Triebfahrzeugführer eines Regionalzuges bemerkte im Bereich des Bahnhofs Angersdorf gegen 12:50 Uhr eine männliche Person, die unmittelbar vor der Zugdurchfahrt die Gleise von Bahnsteig 1 zum Bahnsteig 2 überquerte. Zu diesem Zeitpunkt war der Zug mit circa 100 Stundenkilometern unterwegs. Der Triebfahrzeugführer gab ein Achtungssignal ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam nach einigen hundert Metern zum Stehen. Im Zug befanden sich circa 30 Reisende, die glücklicherweise alle unverletzt blieben. Polizeiangaben zufolge stieg der Triebfahrzeugführer anschließend aus, da er nicht ausschließen konnte, dass er den Mann möglicherweise erfasst haben könnte. Die Nachschau erbrachte jedoch keine Feststellungen. Der Mann war verschwunden.

Der Unbekannte hatte wohl unheimliches Glück, denn laut Aussage des Triebfahrzeugführers sei es „ein Wunder, dass er nicht vom Zug erfasst wurde“.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Da dieser Sachverhalt leider keinen Einzelfall darstellt, weist die Bundespolizei erneut daraufhin, dass es verboten und lebensgefährlich ist, die Gleise an nicht zugelassenen Stellen zu überqueren.


red – aktualisiert, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)