Bundespolizisten in Kiel, Lübeck und Puttgarden starten Bodycam-Einsatz im Streifendienst

Seit knapp einer Woche steht den Bundespolizisten in Kiel, Lübeck und Puttgarden eine neue Technik zur Verfügung. Für den regulären Streifendienst sind die Beamten der Bundespolizeiinspektion Kiel ab sofort mit sogenannten Bodycams ausgestattet. Bislang wurden insgesamt 18 Geräte ausgeliefert.


Bei den Bodycams handelt es sich um Videokameras, die sichtbar am Körper getragen werden. Die Geräte sollen vor allem in Gefahrensituationen deeskalierend wirken und dienen im Falle einer Strafverfolgung als Beweismittel. Die Bundespolizei verwendet hier das Videolautsprechermikrofon Si500 der Firma Motorola, das – nach einer Erprobung und Eignungsprüfung – seit 2017 sukzessive eingeführt wurde. Der Einsatz und die Anwendung der Geräte sind mit einer gesonderten gesetzlichen Grundlage nach § 27 a Bundespolizeigesetz geregelt.

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„Ich freue mich, dass diese moderne Technik jetzt auch bei uns eingesetzt wird und zu mehr Sicherheit bei den Kieler Bürgerinnen und Bürgern sowie meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beiträgt“, erklärt der Erste Polizeihauptkommissar und stellvertretende Inspektionsleiter, Sven-Lars Marienfeld. „Da gewalttätige Aktionen gegen Bundespolizisten in den letzten Jahren zugenommen haben, erhoffe ich mir, dass der Einsatz der Bodycam zu einem Rückgang dieser Taten und zum Schutz meiner Mitarbeiter beiträgt“, so Marienfeld weiter.

Die Speicherung und Verarbeitung der Bodycam-Daten erfüllt nach Angaben der Bundespolizei die nationalen und europäischen Anforderungen des Datenschutzes und der Informationssicherheit. Werden die aufgezeichneten Daten nicht für ein Ermittlungsverfahren benötigt, erfolgt nach 30 Tagen eine automatische Löschung der Aufnahmen.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)