Neue Doppelstock-Intercity nehmen Betrieb auf – Zugtaufen in Rostock und Dresden

Die Deutsche Bahn hat am Samstag (7. März) in Rostock und Dresden zwei ihrer neuen Intercity-Doppelstockzüge getauft und anschließend Pressefahrten in Richtung Berlin durchgeführt. Ab dem morgigen Sonntag (8. März) nehmen die modernen Triebzüge, die zuvor für die österreichische Westbahn unterwegs waren, zwischen der Ostseestadt und der sächsischen Landeshauptstadt ihren Fahrgastbetrieb auf.



Ab Sonntag verkehren auf der Intercity-Verbindung zwischen Rostock, Berlin und Dresden moderne Doppelstockzüge im Zwei-Stunden-Takt. Sie ersetzen die klassischen Reisezüge, die seit dem Start der Verbindung im Dezember letzten Jahres fahren. Insgesamt bietet die Deutsche Bahn täglich 16 Fahrten zwischen den Metropolen und Regionen in vier ostdeutschen Bundesländern an. Die Reisezeit von Rostock nach Berlin beträgt zwei Stunden – und ist damit etwa 40 Minuten schneller als die Regionalexpress-Linie RE 5. Außerdem verfügen die Orte Waren (Müritz), Neustrelitz und Oranienburg, Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda nun wieder über einen regelmäßigen Intercity-Halt. Dank der modernen Stadler-Züge vom Typ KISS stehen auf der Verbindung Rostock – Berlin – Dresden ab sofort täglich rund 5.000 zusätzliche Plätze zur Verfügung. Die Deutsche Bahn hatte die Fahrzeuge, die seit 2017 in Österreich unterwegs waren, von der Westbahn übernommen.

© Bahnblogstelle / Jens Rohde

Einen Tag vor Betriebsstart der neuen Züge fanden am Samstag zwei Zugtaufen statt. In Rostock wurde einer der beiden Triebzüge auf den namen „Mecklenburgische Ostseeküste“ getauft. An der Feierlichkeit nahmen auch der mecklenburgische Verkehrsminister Christian Pegel, Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und der DB-Konzernbevollmächtigte Joachim Trettin teil. Der zweite Zug in Dresden erhielt den Namen „Dresden Elbland“. Anschließend führte die Deutsche Bahn Pressefahrten zum Berliner Hauptbahnhof durch, wo sich beide Fahrzeuge trafen.

Die neuen elektrisch angetriebenen vierteiligen Intercity-Züge verfügen über 300 Sitzplätze und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. DB-Angaben zufolge sind sie zudem mit WLAN sowie einem modernen Fahrgastinformations- und Reservierungssystem ausgestattet. Platz für Gepäck und bis zu acht Fahrräder sei ebenfalls vorhanden. Panoramascheiben im Ober- und Unterdeck sowie abwechslungsreiche Sitzlandschaften sollen zu einer angenehmen Reise beitragen. In den Reisecafés erhalten die Fahrgäste Getränke und Snacks. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erreichen den Zug über eine mitgeführte Rampe. Es stehen zwei Rollstuhlstellplätze und ein behindertengerechtes WC zur Verfügung. Für blinde und stark sehbehinderte Fahrgäste ist ein Wegeleitsystem in Brailleschrift vorhanden.

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red, Titelfoto: Bahnblogstelle / Jens Rohde

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