Mittelschwaben: Bayern unterstützt Pläne zur Schaffung eines Verbunds für Bus und Bahn

Für Fahrgäste in Mittelschwaben könnte es in Zukunft einheitliche Tickets und Preise für die Fahrt mit Bus und Bahn geben. Die Landkreise Günzburg und Unterallgäu, die bereits in einem Bus-Verbund Mittelschwaben (VVM) organisiert sind, bringen gemeinsam mit der Stadt Memmingen, die dem Verbund in Kürze beitreten wird, eine Grundlagenstudie auf den Weg. Darin wollen sie untersuchen lassen, wie auch die Regionalzüge in einen regionalen Verkehrs- und Tarifverbund integriert werden können. Der Freistaat Bayern unterstützt dieses Vorhaben und fördert die Grundlagenstudie mit bis zu 1,7 Millionen Euro.


Bayerns Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek hat den Landräten der Landkreise Günzburg und Unterallgäu, Hubert Hafner und Hans-Joachim Weirather, sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Memmingen, Manfred Schilder, am Freitag (6. März) den Förderbescheid überreicht. Dabei betonte er, wie wichtig dem Freistaat die Förderung von Verkehrs- und Tarifverbünden ist: „In Verbünden profitieren Fahrgäste von abgestimmten Abfahrtszeiten, einheitlichen Tarifen und einheitlichen Fahrgastinformationen. Gerade im ländlichen Raum macht es das den Menschen um ein Vielfaches einfacher, auch ohne Auto mobil zu sein. Wir unterstützen deshalb die Kommunen, die Grundlagenstudie zu erstellen und übernehmen fast 88 Prozent der Kosten.“

„Der Verkehrsverbund Mittelschwaben und die dafür geplante Grundlagenstudie werden Stadt und Land besser miteinander vernetzen. Davon profitieren alle – sowohl die Bürgerinnen und Bürger, die das Auto auch mal stehen lassen können, als auch die Umwelt“, unterstrich Memmingens Oberbürgermeister Schilder. Auch Landrat Hubert Hafner betonte: „Der Landkreis Günzburg will auch weiterhin Vorreiter für einen guten und effektiven ÖPNV im ländlichen Raum sein, die Grundlagenstudie ist ein weiterer Baustein um den ÖPNV im Landkreis zu stärken.“ Landrat Hans-Joachim Weirather ergänzte: „Unser Ziel ist es, den Öffentlichen Personennahverkehr für die Bürger attraktiver zu machen. Der ÖPNV soll auch im Unterallgäu zu einer echten Alternative zum Auto werden“, so Weirather. „Von der Studie versprechen wir uns wichtige Erkenntnisse, um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Sie ist eine Chance, den ÖPNV und die Verbünde stärker und professioneller zu machen.“

Mit Hilfe der Studienergebnisse können die Kommunen eine fundierte Entscheidung über die Mitwirkung an einem Verbund für Bus und Bahn treffen. Im Rahmen der Studie soll nicht nur untersucht werden, ob eine Integration verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll ist, auch Kostenprognosen und Zeitpläne würden dabei erstellt, heißt es. Sobald die Kommunen einen Gutachter beauftragt haben, sei innerhalb von zwei Jahren mit Ergebnissen zu rechnen. Sollte die Studie ein positives Ergebnis liefern, wolle der Freistaat Bayern den Kommunen eine Förderung auch für Einmal- und Dauerkosten der Integration in Aussicht stellen.


red, Titelfoto: StMB

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