Unbekannte bewerfen zwei ICE und einen metronom-Zug mit Steinen

Unbekannte Täter haben am Montag (16. März) zwei ICE und einen Regionalzug der metronom Eisenbahngesellschaft mit Steinen beworfen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


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In der niedersächsischen Stadt Celle sind am Montagmittag zwei ICE der Deutschen Bahn mit Steinen beworfen worden. Bei den Zügen handelte es sich um ICE 78 und ICE 882, die gegen 12:45 Uhr kurz hintereinander auf der Fahrt von Hannover in Richtung Hamburg unterwegs waren. Polizeiangaben zufolge wurden dabei zwei Seitenscheiben beschädigt, aber nicht durchschlagen. Beide Züge hielten außerplanmäßig in Unterlüß. Die beschädigte Scheibe des ICE 78 konnte mit Bordmitteln gesichert werden. Die Weiterfahrt von ICE 882 mit Fahrgästen war jedoch nicht möglich. Die rund 150 Reisenden mussten den Zug in Unterlüß verlassen, konnten die Fahrt aber mit ICE 78 fortsetzen. Alle Fahrgäste blieben unverletzt. Ein Bundespolizeihubschrauber, der den betreffenden Bereich kurz nach der Tat überflog, konnte zunächst keine Erkenntnisse zu den Tätern liefern.

Nur wenige Stunden später wurde bekannt, dass um 16:10 Uhr an derselben Stelle im Bereich der Straßenbrücke des Groß-Hehlener-Weges zwischen Celle-Vorwerk und Groß Hehlen auch ein metronom-Zug beworfen wurde. Bei diesem Vorfall entstanden Lackschäden.

Nach Angaben der Bundespolizei gehen die Ermittler derzeit mehreren Zeugenhinweisen nach. Demnach sollen sich am Montag gegen 12:50 Uhr zwei Mädchen und ein Junge an der Straßenbrücke über der Eisenbahnlinie aufgehalten haben. Die beiden Mädchen im Alter von ca. 14 Jahren hatten dunkle lange Haare. Der Junge soll ca. 16 Jahre alt sein, blond, schlank und trug eine dunkle Hose mit einem grauen Kapuzenpulli. Um 16:10 Uhr sah ein Fahrgast des beworfenen metronom-Zuges drei bis vier Jungen im Alter von ca. 12 und 14 Jahren unter der Brücke. Einer trug einen giftgrünen Kapuzenpulli.

Bislang ist noch unklar, ob die beschriebenen Kinder oder Jugendlichen die Straftaten begangen haben. Die Bundespolizeiinspektion Bremen hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet und bittet unter der Telefonnummer 0421/16299-777 um weitere Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.


red, Titelfoto: Bundespolizei