Doch keine größeren Einschränkungen: metronom, erixx und enno wollen Nahverkehr vorerst aufrechterhalten

Noch vor wenigen Tagen hatten metronom und erixx angekündigt, dass ab der kommenden Woche ein Ersatzfahrplan gelten solle. Jetzt teilen die Unternehmen mit, dass man sich entschieden habe, das vollständige Fahrplanangebot „so lange zu fahren, wie es irgend geht“. Vorsorgliche Einschränkungen soll es nun vorerst nicht geben.


Viele Menschen in Niedersachsen sind nach Angaben des NETINERA-Konzerns auf die Züge der Tochterunternehmen metronom, erixx und enno angewiesen. Gerade im ländlichen Raum und an kleineren Haltestellen sei der Nahverkehr oft die einzige Möglichkeit, zur Arbeit oder wieder nach Hause zu kommen. Aus diesem Grund haben sich alle drei Unternehmen entschieden, vorerst das vollständige Fahrplanangebot aufrechtzuerhalten. Anders als zunächst angekündigt, soll die Anzahl der Fahrten daher nicht vorsorglich eingeschränkt werden. „Solange wir ausreichend gesunde Mitarbeiter haben, die die Züge zuverlässig und sicher fahren können, werden wir das auch tun“, sagt Torsten Frahm, technischer Geschäftsführer des metronom. „Die Eisenbahn gehört zur Daseinsvorsorge in Niedersachsen und wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass jeder Mitarbeiter im Krankenhaus, bei den Rettungsdiensten, Feuerwehr, Polizei, Lebensmittelhandel und allen anderen wichtigen Bereichen auch zuverlässig zur Arbeit und wieder nach Hause kommt.“ Wie es weiter heißt, könne man aktuell „noch weitgehend jeden Zug besetzten und fahren.“ Derzeit gebe es „nur sehr wenige krankheitsbedingte Ausfälle.“

In den Zügen sei inzwischen ausreichend Platz, um deutlichen Abstand zu anderen Fahrgästen zu halten. Dennoch rufen die Verkehrsunternehmen alle Menschen auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Jede unnötige Fahrt erhöhe das Risiko einer schnelleren Ausbreitung.


red, Titelfoto: metronom / Jan Sieg (Archiv)

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