Nach Anschlagsversuch auf ICE-Strecke: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Symbolbild: Dynamisch aufgenommen rollt ein ICE 1 Baureihe 401 dem Ziel entgegen. (Foto: © DB AG / Ralf Braum)

Die Polizei hat einen 51-jährigen deutschen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz als Tatverdächtigen für den versuchten Anschlag auf die ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt am Main festgenommen.


Wie die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft mitteilt, ist in der Nacht zu Samstag (21. März) ein 51-jähriger Mann in der Nähe von Köln durch Spezialkräfte der nordrhein-westfälischen Polizei festgenommen worden. Dem Mann wird vorgeworfen, einen versuchten Anschlag auf die ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt am Main verübt zu haben. Die Ermittler waren dem Mann laut einem SPIEGEL-Bericht durch ein Bekennerschreiben auf die Spur gekommen. Das Schreiben war offenbar auch an Politiker gerichtet – unter anderem an die Bundeskanzlerin. Darin soll auch der präzise Streckenabschnitt der Sabotage angegeben gewesen sein. Der Mann war erst vor einigen Monaten aus der Haftanstalt Nürnberg entlassen worden, wo er eine Strafe wegen Erpressung verbüßte. Laut dem Medienbericht fanden die Ermittler im Auto des 51-Jährigen Spezialwerkzeug, das nach ersten Ermittlungen zum Lösen der Schienenschrauben verwendet worden sein könnte.

Am Freitagmorgen (20. März) waren Manipulationen an der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke im Bereich der Theißtalbrücke in Hessen festgestellt worden. Auf einer Länge von rund 80 Metern waren die Schienenschrauben gelöst gewesen. Im schlimmsten Fall hätte dies zur Entgleisung eines Zuges führen können.

Beschädigung an ICE-Strecke festgestellt – LKA Hessen ermittelt wegen möglichem Anschlagsversuch


red, Titelfoto: DB AG / Ralf Braum (Symbolbild)

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