Verkehrsministerium Bayern: „Bislang keine größeren Einschränkungen im Schienennahverkehr“

Egal ob Pflegepersonal, Lebensmittelhändler oder Journalisten: Angehörige sogenannter „systemrelevanter Berufsgruppen“ müssen auch während der Corona-Pandemie zuverlässig ihre Arbeitsplätze erreichen können. Stabile Fahrpläne bei Regionalzügen und S-Bahnen seien daher aktuell besonders wichtig für die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft, betront das bayerische Verkehrsministerium. 


„Unser Ziel ist, den Zugverkehr mit so wenig Einschränkungen wie möglich aufrecht zu erhalten. Das gelingt aktuell hervorragend. Gleichzeitig haben wir Pläne für ein reduziertes Grundangebot in der Schublade“, so Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. Gemeinsam mit allen in Bayern verkehrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bereitet die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) derzeit Fahrplankonzepte für ein Grundangebot mit ausreichenden Platzkapazitäten vor. Dieses soll gewährleisten, dass den Fahrgästen auch bei einem größeren Ausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EVU über einen längeren Zeitraum Verlässlichkeit geboten wird. Die Fahrpläne sollen sukzessive in Kraft treten und situationsabhängig weiterentwickelt werden. „Dabei liegt der Fokus auf Streichung von vor allem vorwiegend freizeitorientierten Angeboten, Schülerzügen oder Taktverstärkern. Der Fahrplan für die Grundversorgung entspricht dann oft dem Samstags- oder Sonntagsfahrplan mit zusätzlichen Fahrten am frühen Morgen“, erklärt Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Wir wollen lieber eine leichte Reduzierung die stabil ist, als kurzfristige Ausfälle.“

Die aktuellen Fahrpläne sollen in Bayern weitestgehend noch bis zum 23. März gelten, heißt es. Mögliche Fahrplanänderungen sollen dann von den Verkehrsunternehmen schnellstmöglich in die Auskunftssysteme eingepflegt werden. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage informieren.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)

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