Ungesicherte Güterwagen kollidieren mit Rangierlok – Bundespolizei ermittelt nach Bahnunfall

In der Nähe des Kreuztaler Bahnhofs sind am Dienstag sechs ungesicherte Güterwaggons vom Gelände einer örtlichen Firma gerollt und mit einer Rangierlok kollidiert. Die Bundespolizei hat Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen.


Am späten Dienstagnachmittag (24. März) wurden Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Köln zu einem Bahnunfall in der Nähe des Kreuztaler Bahnhofs gerufen. Vor Ort stellten sie fest, dass sechs Waggons vom Gelände einer örtlich ansässigen Firma weggerollt waren und mit einer entgegenkommenden Rangierlok kollidierten. Die Männer auf dem Führerstand konnten sich durch einen Sprung aus dem Gefahrenbereich bringen und wurden nicht verletzt. Der erste der sechs Waggons entgleiste durch den Aufprall vollständig und wurde schwer beschädigt, ebenso wie die Lok. Diese fuhr zum Unfallzeitpunkt mit 25 km/h den Waggons entgegen und wurde durch die Wucht des Aufpralls dennoch ca. 20 Meter zurückgedrückt.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die Güterwaggons auf dem Gelände der nahe gelegenen Firma entladen und anschließend auf einem anderen Gleis abgestellt worden waren. Nachdem die zuständigen Rangiermitarbeiter einen weiteren Zug rangiert hatten, stellten sie fest, dass die zuvor abgestellten Waggons selbstständig weggerollt waren. Laut Polizeiangaben wurde offenbar vergessen, einen sogenannten Hemmschuh unter die Räder zu legen, um ein Wegrollen zu verhindern.

Aufgrund des Unfalls musste die Bahnstrecke zwischen Kreuztal und Siegen-Geisweid vorübergehend gesperrt werden. Es entstand ein erheblicher Sachschaden an den Schienenfahrzeugen, die genaue Höhe muss noch durch einen Fachdienst der Deutschen Bahn ermittelt werden. Ein Hubschrauber der Bundespolizei wurde ebenfalls eingesetzt, um Übersichtsaufnahmen der Unfallstelle zu fertigen. Durch die Kölner Bundespolizei wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.


red, Titelfoto: Bundespolizei