Ermittlungen nach Sachbeschädigung an S-Bahn-Zug: Verursacher überführt sich selbst

© Bundespolizei

Am Dienstagmittag (24. März) traf die Bundespolizei nach Hinweis durch Reisende einen 26-jährigen Mann mit Schnittverletzungen am Karlsruher Hauptbahnhof an. Die Verletzungen am Bein wurden bereits durch andere Reisende erstversorgt. Der Mann wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert. Angaben zur Herkunft der Verletzungen machte er zunächst nicht.

Einige Stunden später ging bei den Bundespolizisten ein Anruf von einem Bahnmitarbeiter ein. Dieser meldete eine eingetretene Glasscheibe in einer S-Bahn sowie frische Blutspuren am Boden des Zuges. Einen möglichen Verursacher konnte man vor Ort nicht feststellen, es wurde jedoch ein Rucksack am Tatort gefunden. Recherchen ergaben, dass der Zug aus Karlsruhe kam und mittlerweile in Ludwigshafen stand. Aufgrund der räumlichen Nähe übernahmen Beamte der Bundespolizei Mannheim die Schadensaufnahme und die Durchsuchung des Rucksacks. Der erste Verdacht, es bestehe möglicherweise ein Zusammenhang zwischen den Schnittverletzungen am Bein des 26-Jährigen und der eingetretenen Glasscheibe, erhärtete sich. Im Rucksack wurde neben Kleidung und einem Laptop auch der Aufenthaltstitel mit den Personalien des Mannes gefunden.

Wenig später erschien der 26-Jährige nach Entlassung aus dem Krankenhaus wieder am Karlsruher Hauptbahnhof und wurde dort von einer Streife angetroffen. Auf erneute Nachfrage zu seinen Verletzungen machte er diesmal eine Aussage. Demnach fand er sich unerwartet in der Abstellgruppe des Karlsruher Hauptbahnhofes wieder. Die Türen der S-Bahn ließen sich nicht öffnen und er suchte einen Weg, aus dem Zug zu gelangen. Weiter gab er an, seinen Rucksack im Zug liegen gelassen zu haben. Darin befanden sich Kleidung, sein Laptop und sein Aufenthaltstitel. Der Mann muss nun mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen.

red/BPol

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