Kurzarbeit und Millionen-Verluste wegen Coronavirus – ÖBB-Chef: „Die aktuelle Krise trifft auch uns hart“

© ÖBB / Andreas Jakwerth

Bei der ÖBB müssen möglicherweise schon bald 25 bis 30 Prozent der Belegschaft wegen der derzeitigen Corona-Krise auf Kurzarbeit umstellen – das wären bis zu 12.500 Beschäftigte. Insgesamt arbeiten knapp 42.000 Menschen bei den österreichischen Bundesbahnen. „Wir können ja nicht einfach zusperren wie ein Stahlwerk, wir müssen den Betrieb am Laufen halten und für unsere Pendler und die heimische Wirtschaft da sein. Deshalb müssen wir auch die Schichteinteilungen sehr gut planen“, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä gegenüber der österreichischen Tageszeitung KURIER. Auf die Frage, ob von der Maßnahme auch das fahrende Personal betroffen ist, antwortet Matthä, dass natürlich auch Triebfahrzeugführer, Zugbegleiter, Buslenker und andere Mitarbeiter dazu gehören. Fahrdienstleiter seien ausgenommen, solange die betreffenden Strecken geöffnet sind und Züge fahren. Denn sie werden gebraucht, um die kritische Infrastruktur am Laufen zu halten. Sollten die Dinge in Zukunft wieder besser laufen, könne man den Normalbetrieb in „gut 72 Stunden“ wieder herstellen.

„Die aktuelle Krise trifft natürlich auch uns hart“, verrät Matthä. Die ÖBB verzeichnet derzeit Fahrgastrückgänge von bis zu 90 Prozent. Aus diesem Grund muss das Bahnunternehmen „derzeit konzernweit von 10 Millionen Euro pro Tag weniger Umsatz ausgehen“, so der ÖBB-Chef.

red

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