Zeitumstellung: 120.000 Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt

© Bahnblogstelle

In der Nacht auf Sonntag (29. März) beginnt in Deutschland die Sommerzeit. Die Deutsche Bahn stellt dann um 2 Uhr wieder 120.000 Uhren an den Bahnhöfen, DB Automaten, in Diensträumen sowie an Informations- und Sicherungssystemen um eine Stunde vor. Der Wechsel auf die Sommerzeit erfolgt unter laufendem Bahnbetrieb. Von 1:59 Uhr springen die Uhrzeiger auf 3:00 Uhr. Das bedeutet: Zügen, die um diese Zeit unterwegs sind, fehlt „rechnerisch“ eine Stunde. S-Bahnen, die dann verkehren würden, fallen für den Fahrgast unbemerkt aus und  stehen den Reisenden sofort mit Zeigersprung ab 3 Uhr zur Verfügung. Güter- und nachts verkehrende Fernverkehrszüge haben in der Regel ohnehin längere Aufenthalte oder Fahrzeiten, die in der Nacht der Zeitumstellung entsprechend gekürzt werden.

Die Uhren bei der DB werden durch den Zeitzeichensender DCF77 versorgt. Dieser in Mainflingen bei Aschaffenburg stehende Langwellensender ist mit der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig gekoppelt. An mehr als 3.900 vor allem kleineren Bahnhöfen sind 6.600 Dynamische Schriftanzeiger (DSA) installiert, die über Fahrplanabweichungen informieren. Die Zeitumstellung erfolgt hier wie bei vielen Smartphones und Computern automatisch. Die einheitliche Zeitmessung in Deutschland mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) geht auf die Initiative der Eisenbahnen im Jahr 1893 zurück. Bis dahin stellten Städte die Uhren nach eigenem Ermessen. Die Sommerzeit endet am Sonntag, 25. Oktober 2020.

red

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