GDL-Chef fordert schnellstmögliche Aufklärung der Ursache des Zugunglücks bei Auggen

Der Bundesvorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, fordert nach dem tragischen Zugunglück bei Auggen eine schnellstmögliche Aufklärung und Bekanntgabe der Unfallursache und deren dauerhafte Beseitigung.


„Vergleichbare Fälle dürfen nie wieder vorkommen“, denn ansonsten würden sie die innere Sicherheit des Eisenbahnsystems durch äußere Einflüsse in Frage stellen. „Angesichts des tragischen Unfalls stellen sich Fragen, die dringend geklärt werden müssen“, so Weselsky. „Wie und von wem wird eine Baustelle betrieben, bei der sich Teile lösen oder auf Betriebsgleise herunterfallen können? Wo ist die Sicherung des Eisenbahnbetriebes unter dem rollenden Rad, wenn so etwas passieren kann? Wenn herabfallende Teile im Bereich des Möglichen sind, warum wurde dann die Strecke nicht gesperrt?“

Am Donnerstagabend (2. April) war ein Güterzug, der als „rollende Landstraße“ auch Lastwagen und deren Fahrer transportierte, auf der Rheintalstrecke bei Auggen im Bereich einer Brücke mit einem heruntergestürzten Betonteil kollidiert. Der Lokführer des Zuges wurde bei dem Unfall getötet, mehrere Lkw-Fahrer wurden leicht verletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden durch die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung und die Kriminalpolizei Freiburg geführt. Die Bahnstrecke zwischen Freiburg (Breisgau) und Basel bleibt auch in den kommenden Tagen noch gesperrt. Durch den Unfall waren massive Beschädigungen am Oberbau und den Oberleitungsanlagen entstanden.

++ UPDATE ++ Schweres Zugunglück: Güterzug kollidiert bei Auggen mit Brückenteil und entgleist


red

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