Wettbewerber der Deutschen Bahn könnten wegen Corona-Krise in Existenznot geraten

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Die Corona-Krise könnte einige Bahnunternehmen die Existenz kosten. Das zumindest berichtet das Handelsblatt. Denn für Tobias Heinemann, dem Deutschlandchef der französischen Transdev-Gruppe, ist die derzeitige Situation eine „Krise ungeahnten Ausmaßes“ – nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Eisenbahnbranche. Das Geschäft mit dem Schienennahverkehr sei für die Betreiber nicht kostendeckend, weil bei Ausschreibungen von Verkehrsleistungen in der Regel der billigste Anbieter gewinnt. Und in der jetzigen Corona-Krise brechen den Unternehmen auch noch die spärlichen Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten weg.

Laut dem Bericht befürchten die Unternehmen zudem einen Doppeleffekt: Neben den fehlenden Ticketeinnahmen könnte der Bund nun auf die Idee kommen, seinen Subventionstopf um die vorübergehend eingestellten Zugfahrten zu kürzen, heißt es. Die Bahnunternehmen drängen aber darauf, das Prinzip „bezahlt wie bestellt“ und nicht „bezahlt wie gefahren“ anzuwenden. Und sie drängen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) – bislang vergebens – auf eine Klarstellung. Wie Matthias Stoffregen, Geschäftsführer des Branchenverbandes mofair, dem Handelsblatt zufolge bestätigt, drohen den Eisenbahnverkehrsunternehmen „massive Liquiditätsprobleme.“

red