Lokführergewerkschaft fordert Tarifvertrag zur Kurzarbeit

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Die Lokführergewerkschaft GDL fordert den Abschluss eines umfassenden Tarifvertrages in der Eisenbahnbranche. Derzeit werde in einer Reihe von Unternehmen über die Einführung von Kurzarbeit diskutiert, erklärte die Gewerkschaft am Freitag. Um die wirtschaftlichen Nachteile möglichst gering zu halten, sei ein Tarifabschluss mit den mehr als 50 Eisenbahnverkehrsunternehmen nötig, die Tarifpartner der GDL sind. Zentral soll dabei der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen während der Kurzarbeit selbst und bis drei Monate nach deren Beendigung sein. „Mit der Einführung von Kurzarbeit geht nicht automatisch ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen einher“, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky. „Darum wollen wir einen umfassenden Kündigungsschutz tarifvertraglich vereinbaren.“

Weiterer wesentlicher Bestandteil soll der Anspruch auf einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld sein. Dadurch sollten Weselsky zufolge unabhängig von der Höhe der angeordneten Kurzarbeit stets 90 Prozent des Nettoentgelts erzielt werden, das der Arbeitnehmer ohne Kurzarbeit hätte. Eine solche tarifvertragliche Regelung besteht demnach bisher nur bei der Deutschen Bahn. Die GDL will die Forderung nun auch gegenüber allen anderen Tarifpartnern erheben.

red

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