Bundespolizei und DB Sicherheit stellen 15-Jährigen nach Graffiti-Schmiererei

Von drei Personen, die am Freitagabend (3. März) am Münchner S-Bahnhof Mittersendling einen dort abgestellten S-Bahn-Zug besprüht haben, konnte ein 15-jähriger Tatverdächtiger auf der Flucht gefasst werden.


Laut einer Mitteilung der Bundespolizei fiel Bahnmitarbeitern gegen 21:30 Uhr am S-Bahnhof München-Mittersendling eine dreiköpfige Personengruppe auf, die dort einen abgestellten S-Bahn-Zug besprüht hat. Alarmierte Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei sowie Mitarbeiter von DB Sicherheit gelang es im Rahmen einer Nahbereichsfahndung einen 15-jährigen Tatverdächtigen aufzugreifen. Im Bereich des Tatorts kam kurzzeitig auch ein Helikopter der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim zum Einsatz.

Am Zug wurden auf rund 20 qm mehrere „Tags“ aufgebracht. Die Schadenshöhe beträgt Polizeiangaben zufolge etwa 1.000 Euro. Die Suche nach den anderen beiden Tatverdächtigen ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der „Koordinierungsgruppe Graffiti“. Der 15-Jährige, der sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten muss, wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen einem Erziehungsberechtigten übergeben. Er muss damit rechnen, dass die Deutsche Bahn AG den Schaden zivilrechtlich eintreibt.

Besonders ärgerlich für Reisende und Pendler sei, dass wegen Graffito zu reinigende S-Bahnen ausgestellt werden müssen und deswegen nicht zum Betriebseinsatz kommen, erklärt Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner. Regelmäßig seien dadurch auch Zugausfälle, Zugverkürzungen und auch Verspätungen die Folge. „Seitens der sachbearbeitenden Bundespolizeiinspektion München wird das Besprühen von S-Bahnen und auch von Bahnanlagen keinesfalls als Kunst gesehen. Es handelt sich um eine Straftat, die der Deutschen Bahn erhebliche Kosten und Aufwand bereitet“, so der Sprecher der Bundespolizei weiter. Zeugen von Graffititaten können der Bundes- sowie Landespolizei helfen, Straftäter zu ermitteln und künftigen Taten vorzubeugen, indem sie verdächtige Beobachtungen umgehend melden. Hilfreich seien dabei unter anderem präzise Beschreibungen oder auch Bilder von Tatverdächtigen und deren Bekleidung, heißt es von Seiten der Bundespolizei.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)

Advertisements