Umstellung auf digitales Recruiting: DB-Konzern setzt jetzt auf videobasierte Vorstellungsgespräche

Mit der Corona-Krise sind auch im Bereich der Personalgewinnung bei den Eisenbahnunternehmen schwere Zeiten angebrochen. Aus diesem Grund setzt der DB-Konzern jetzt auf digitale Kommunikationsmöglichkeiten und verlagert Recruiting-Events soweit möglich ins Internet.


Um die angekündigte Personaloffensive trotz der derzeitigen Corona-Krise fortführen zu können, setzt die Deutsche Bahn jetzt auf virtuelle und videobasierte Möglichkeiten zur Kommunikation mit Bewerbern. So sollen Tausende Vorstellungsgespräche nun mithilfe digitaler Anwendungen geführt werden und Recruiting-Events in digitalen Formaten stattfinden. Veranstaltungen wie Infotage und Mitarbeiter-Castings sollen dazu – wo immer möglich – in die virtuelle Welt übertragen werden. So wurde nach DB-Angaben kürzlich beispielsweise eine geplante Sonderzugfahrt zu einem „Tag des Quereinstiegs“ in Hessen kurzerhand in eine Videokonferenz mit Dutzenden Teilnehmern verwandelt. Vorgesehen sei zudem, dass Mitarbeiter eigene Videos von ihren Arbeitsplätzen online stellen. „Der Konzern hat in einem enormen Kraftakt seine Personalgewinnung innerhalb weniger Tage an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst“, sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Heute kann niemand genau absehen, wie sich die Corona-Krise in Deutschland wirtschaftlich auswirken wird. Aber klar ist: Wir brauchen die neuen Kolleginnen und Kollegen für einen starken Schienenverkehr.“

Die Deutsche Bahn plant in den kommenden Jahren rund 100.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Allein in diesem Jahr sollen es 25.000 sein. Konzernangaben zufolge erhielten im ersten Quartal 2020 bereits mehr als 10.000 externe Bewerber eine Einstellungszusage.


red

Advertisements