Güterverkehr: Bundesnetzagentur erklärt Werkstätten zu systemrelevanten Betrieben

Seit dem 1. April werden auch Instandhaltungswerkstätten als integraler Bestandteil des Schienengüterverkehrs anerkannt. Trotz der Einschränkungen des öffentlichen Lebens zählen sie nunmehr zu den Betrieben, deren Arbeitsfähigkeit aufrechterhalten werden soll.


Der Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) hatte vor einigen Tagen bei den politischen Entscheidungsträgern auf die Bedeutung der Werkstätten für das System Schiene hingewiesen und dafür gesorgt, dass diese auf der von der Bundesnetzagentur (BNetzA) geführten Liste „Betreiber von Serviceeinrichtungen“ aufgenommen werden. Damit haben Werkstätten ab sofort die Möglichkeit, sich hier eintragen zu lassen und können auf dieser Grundlage bei den zuständigen Landesbehörden notwendige Genehmigungen für ihr Unternehmen und die Belegschaft erhalten, etwa Passierscheine. Der VPI hat der BNetzA bereits eine Sammelliste ihrer Mitgliedswerkstätten übermittelt.

„Wir sind sehr erleichtert, dass den Instandhaltungswerkstätten der Status „systemrelevant“ zuerkannt worden ist. Ihre Arbeit ist wichtig, um den Schienengüterverkehr auch unter den Bedingungen der Corona-Krise am Laufen zu halten“, unterstreicht der VPI-Vorsitzender Malte Lawrenz. Wagenhalter seien auf ein europaweit funktionierendes Netz von Werkstätten angewiesen. Wagen, die einen betriebsgefährdenden Mangel aufweisen, müssten daher von Werkstätten umgehend instandgesetzt werden können, erklärt der Verband. Andernfalls seien die Halter als Entity in Charge of Maintenance (ECM) verpflichtet, diese umgehend außer Betrieb zu setzen.

„Die Kooperation zur Krisenbewältigung zwischen den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung und den Vertretern des Bahnsektors klappt hervorragend“, betont Lawrenz. Branche und Politik bemühten sich Hand in Hand um bestmögliche Lösungen, die die Versorgung im Land sichern, ohne die Gesundheit von Beschäftigten und Bevölkerung zu gefährden. Er sieht ein gutes Fundament, um gemeinsam Antworten auf kommende Herausforderungen zu finden.


red, Titelfoto: Pixabay

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