Untersuchungsbericht zur Zugkollision in Dillenburg vor knapp 12 Jahren veröffentlicht

Der Zusammenprall zweier Güterzüge im Bahnhof Dillenburg, der sich im November 2008 ereignete, ist auf einen Arbeitsfehler im Rahmen der Fahrwegprüfung zurückzuführen.


Laut dem jetzt veröffentlichten 🔗 Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) hatte die Weichenwärterin im Wärterstellwerk die Fahrstraße des ersten Güterzuges aufgelöst, obwohl dieser die Fahrstraßenzugschlussstelle noch nicht vollständig geräumt hatte. Der Einfahrweg des zweiten Zuges war in der Folge noch nicht durchgehend frei von Fahrzeugen.

Güterzug CR 64218 war am 5. November 2008, gegen 00:21 Uhr, bei der Einfahrt nach Gleis 131 auf Höhe der Weiche 434 mit den letzten Wagen des im Gleis 132 stehenden Güterzuges CSQ 60046 zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurde der Triebfahrzeugführer von CR 64218 leicht verletzt. Die Lok entgleiste mit allen vier Achsen und wurde stark beschädigt. Der folgende Kesselwagen überpufferte mit dem Triebfahrzeug, Gefahrgut trat aber nicht aus. Beim CSQ 60046 entgleisten die letzten zwei Autotransportwagen. Einige der darauf verladenen Pkw stürzten in den Gleisbereich und erlitten Totalschäden. Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 2,874 Millionen Euro.


red