Geschlossene Halbschranken missachtet – 67-jähriger Autofahrer verursacht Bahnübergangsunfall

Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 67-jährigen Mann aus Riedstadt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Der Mann war am Sonntag (19. April), gegen 8:30 Uhr, mit seinem Pkw über den bereits geschlossenen Bahnübergang im südhessischen Groß-Gerau gefahren und dabei mit einem Zug der Eisenbahnfreunde Westerwald-Verkehrsgesellschaft kollidiert.


© Bundespolizei

Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, hatte der Pkw-Fahrer zuerst ordnungsgemäß vor den geschlossenen Halbschranken gehalten, später aber den Bahnübergang überquert und die Sicherungsanlage umfahren. Im selben Moment näherte sich der Zug. Trotz der Einleitung einer Schnellbremsung, gelang es dem Lokführer nicht, eine Kollision zu verhindern. Der Pkw wurde im Heckbereich erfasst und zur Seite geschleudert. Der Fahrer zog sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu.

Der erheblich beschädigte Pkw musste später abgeschleppt und die ebenfalls beschädigte Schrankenanlage von Technikern der Deutschen Bahn wieder repariert werden. Über den möglichen Schaden am Zug ist bislang nichts bekannt. Der Bahnverkehr war infolge des Unfalls bis kurz nach 10 Uhr unterbrochen. Mehrere Züge erhielten Verspätungen.


red