Verzögerungen dauern an: Betriebsstart für neue Skoda-Züge weiterhin unklar

© DB AG / Claus Weber (Archiv)

Laut einem Medienbericht will die Deutsche Bahn offenbar wegen „anhaltender technischer Probleme“ die neuen Doppelstockzüge des tschechischen Herstellers Škoda Transportation, die für den München-Nürnberg-Express bestimmt sind, weder abnehmen noch in einen Probebetrieb schicken. Seit Jahren kommt es bei den sechs neuen Garnituren, die aus je einer Lok der Baureihe 102 und sechs Wagen bestehen, zu Verzögerungen. Die ursprüngliche Betriebsaufnahme sollte bereits Ende 2016 erfolgen.

Die neuen Doppelstockwagen müssen aufgrund des Einsatzes auf der Schnellfahrstrecke zwischen Ingolstadt und Nürnberg für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt und zudem druckdicht sein, damit Fenster und Türen auch den Kräften von 300 km/h schnellen ICE-Zügen bei einer Tunnelbegegnung standhalten. Des Weiteren muss auch die Bord-Software zuverlässig funktionieren. Wie die Nürnberger Nachrichten berichten, verzögert sich der Betriebsstart der Züge weiterhin auf unbestimmte Zeit. Bislang bestehe, so heißt es im Bericht, eine „eingeschränkte Zulassung“ durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), die Anfang Dezember 2019 erteilt wurde. Einen Zeithorizont, ab wann die neuen Züge im Fahrgasteinsatz unterwegs sein werden, könne die Deutsche Bahn nicht nennen.

München-Nürnberg-Express: Neue Skoda-Züge lassen weiter auf sich warten – Neufahrzeuge seit Monaten im Zulassungsverfahren

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