Lokführer entfernt sich von Unfallort – Polizei ermittelt nach Kollision an Bahnübergang

Weil sich der Lokführer eines Personenzuges nach einem Bahnübergangsunfall von der Unglücksstelle entfernt hat, ermittelt jetzt die Polizei gegen den Eisenbahner.


Laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Nord war es am Dienstag (21. April) gegen 17:40 Uhr am Bahnübergang zwischen Rain und Staudheim zu einem Zusammenstoß gekommen. Bei dem Unfall kollidierte eine 77-jährige Pkw-Fahrerin mit einem Regionalzug des privaten Bahnunternehmens Agilis, nachdem sie den Bahnübergang offenbar bei geschlossenen Halbschranken überquert hatte. Während Fahrgäste und Zugpersonal unverletzt blieben, zog sich die Autofahrerin glücklicherweise nur leichte Verletzungen zu.

Aus bislang nicht geklärten Gründen habe der Zug Polizeiangaben zufolge nach kurzer Standzeit seine Fahrt wieder fortgesetzt und die Unterwegshalte in Rain und Genderkingen bedient, bevor letztlich die Fahrt im Bahnhof Donauwörth durch die Polizei beendet wurde. Wie ein Polizeisprecher laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung erklärte, stehe nun „der Tatbestand der Unfallflucht“ im Raum. Das Bahnunternehmen Agilis wollte sich zu dem Vorfall mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht äußern.


red