Bayern erweitert Corona-Bußgeldkatalog – Verstoß gegen Maskenpflicht im ÖPNV kostet dreistellige Summe

Das bayerische Innenministerium und das Gesundheitsministerium haben den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erweitert.


Mit Inkrafttreten der Maskenpflicht im ÖPNV in Bayern ab Montag (27. April) wird bei Verstoß ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro fällig, kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Freitag an. Bei mehrmaligen Verstößen könne sich der Betrag verdoppeln. ÖPNV-Nutzer müssen ab der kommenden Woche eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen – medizinische Masken seien aber nicht notwendig. Eine selbst genähte Maske reiche auch, gegebenenfalls auch ein Tuch oder ein Schal. Die Maskenpflicht gilt für alle Personen ab dem siebten Lebensjahr (das heißt ab dem sechsten Geburtstag).

Die Einhaltung der Maskenpflicht soll durch die bayerische Landespolizei sowie die Bundespolizei kontrolliert werden. Zu den Kontrollschwerpunkten gehören laut Hermann Ballungsräume und stark frequentierte Verkehrsmittel. Auch die Verkehrsverbünde und -betreiber stünden in der Verantwortung. „In vielen Bereichen ist bereits spezielles Sicherheitspersonal unterwegs wie die U-Bahnwache“, erläuterte der Minister. Dabei gehe es nicht nur um abgestimmte Kontrollen, sondern auch um die umfassende Information der Fahrgäste.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)