DB Regio erhält Zuschlag im Vergabeverfahren Franken-Südthüringen

Die Regionalexpress-Linien (RE) Nürnberg – Sonneberg und Nürnberg – Saalfeld/– Würzburg sowie die Regionalbahn (RB) Bamberg – Kronach werden auch über das Jahr 2023 hinaus von der Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn betrieben. Auch fünf tägliche RE-Verbindungen von Nürnberg und Coburg nach Erfurt über die Neubaustrecke wurden beauftragt.


Die DB Regio AG betreibt auch zwischen Dezember 2023 und Dezember 2035 die Nahverkehre im Franken-Südthüringen-Netz. Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums umfasst der neue Verkehrsvertrag jährlich insgesamt rund 5,7 Millionen Zugkilometer. Davon entfallen rund 0,6 Mio. Zugkilometer auf Thüringen und 5,1 Millionen Zugkilometer auf die Strecken in Bayern, das sind knapp 19 Prozent mehr als heute. Die Vergabe der Leistungen erfolgte in einem europaweit bekanntgemachten offenen Verfahren.

Zum Wettbewerbsprojekt Franken-Südthüringen gehören Verkehrsleistungen auf folgenden Strecken:

  • Nürnberg – Erlangen – Bamberg – Lichtenfels – Coburg
  • Lichtenfels – Kronach – Saalfeld
  • Bamberg – Schweinfurt – Würzburg
  • Bamberg – Coburg – Sonneberg (via Schnellfahrstrecke VDE 8)
  • Coburg – Erfurt (via Schnellfahrstrecke VDE 8).

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) fordert ab Dezember 2023 den Einsatz von Neufahrzeugen für das Netz Franken-Südthüringen. Laut dem bayerischen Verkehrsministerium erhält DB Regio den Zuschlag auf ein Konzept mit vier- und sechsteiligen Doppelstock-Triebzügen des Herstellers Siemens. Für den Verkehr über die Neubaustrecke VDE 8 seien 190 km/h Höchstgeschwindigkeit, ETCS-Ausrüstung, Druckertüchtigung und mindestens 600 Sitzplätze in der 2. Klasse sichergestellt. Für die übrigen Linien seien vierteilige Fahrzeuge mit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und rund 360 Sitzplätzen in der 2. Klasse vorgesehen, wobei diese Züge im Abschnitt Nürnberg – Bamberg zur Sicherstellung hoher Kapazitäten grundsätzlich als Doppeleinheit verkehren sollen.


red

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