Fahrgastverband Pro Bahn spricht sich gegen Reservierungspflicht aus

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Der Fahrgastverband Pro Bahn erachtet die seit Montag in allen Bundesländern geltende Maskenpflicht und Abstandhalten im öffentlichen Nahverkehr „als die besten Waffen gegen eine Corona-Infektion“. Wenig praktikabel oder sinnvoll sei hingegen eine Reservierungspflicht, wie sie von Bundesverkehrsminister Scheuer ins Gespräch gebracht wurde. „Den besten Abstand können die Reisenden im ICE einhalten, indem sie nur auf den Fensterplätzen sitzen oder Zusammenreisende die Plätze gegenüber freihalten“, sagt Pro Bahn-Vorstand Lukas Iffländer. Dieses Prinzip werde in der Regel freiwillig schon umgesetzt. Gerade im Fernverkehr sei der Abstand bei den derzeitigen Fahrgastzahlen problemlos einzuhalten.

Pro Bahn zufolge würde eine grundsätzliche Reservierungspflicht die Flexibilität vieler Fahrgäste einschränken und das System Bahn gerade in Hinblick auf den Klimaschutz weniger attraktiv machen. „Wenn, wie von unserer Umweltministerin gefordert, der Klimaschutz beim Hochfahren nach der Pandemie eine zwingende Rolle spielen soll, muss die Bahn ein attraktives und offenes Verkehrsmittel bleiben“, stellt der Ehrenvorsitzende von Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, fest. Die Einführung einer Reservierungspflicht würde der Bahn wichtige Zukunftschancen verbauen, ist sich der Fahrgastverband sicher.

red