Über 30 Millionen Euro – Hohe Abfindungen für frühere DB-Vorstände

Die Deutsche Bahn hat laut einem Medienbericht seit 2009 rund 30 Millionen Euro für Abfindungen von Mitgliedern des Vorstands ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Finanzministeriums und Recherchen des Nachrichtenportals t-online hervor. 


Demnach verließen 14 der 15 zuletzt ausgeschiedenen Vorstände den Staatskonzern vorzeitig mit „einem goldenen Handschlag“. Aus den Unterlagen, die dem haushaltspolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, für den Zeitraum 2009 bis 2018 vorliegen, gingen sowohl die Höhe der Abfindungen als auch Gehälter und Boni hervor. Die höchste Abfindung mit 4,98 Millionen Euro erhielt laut den Zahlen Hartmut Mehdorn, der von Dezember 1999 bis April 2009 im DB-Vorstand war. Zu den Spitzenverdienern gehörte aber auch Rüdiger Grube. Er bekam für seine Vorstandstätigkeit zwischen Mai 2009 und Januar 2017 insgesamt 19,87 Millionen Euro. Mit seinem Rücktritt floss eine Abfindung in Höhe von 2,25 Millionen Euro. Kindler habe „keinerlei“ Verständnis für diese Summen, da es die Steuerzahler seien, die den Bahn-Vorständen ihr Ausscheiden vergolden.


red