Wildunfall und Personen im Gleis halten Bundespolizei auf Trab

Im Bereich der ICE-Strecke Siegburg – Montabaur ermittelte am späten Mittwochabend die Bundespolizei aufgrund eines Wildunfalls. Zuvor suchten Einsatzkräfte bei Köln-Worringen bereits die dortige Bahnstrecke nach Personen im Gleisbereich ab. In beiden Fällen kam ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.


Am späten Mittwochabend (29. April) wurde die Bundespolizei wegen eines Unfalls auf der ICE-Strecke zwischen Siegburg/Bonn und Montabaur in der Nähe von Stieldorferhohn alarmiert. Polizeiangaben zufolge war dort ein ICE mit einem Reh und einem Wildschwein kollidiert. Der Zug, der mit etwa Tempo 300 unterwegs war, kam rund 3 Kilometer nach dem Aufprall durch eine Schnellbremsung zum Stillstand. Der beschädigte Triebzug wurde zur Reparatur nach Siegburg/Bonn gefahren. Reisende wurden durch den Vorfall nicht verletzt. Sie konnten ihre Fahrt einige Zeit später mit einem Ersatzzug fortsetzen. Laut der Bundespolizei kam es durch den Unfall zu einer Gesamtverspätung von 459 Minuten.

Wie die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin zudem mitteilt, mussten Beamte bereits gegen 18 Uhr in Köln-Worringen Bahnanlagen sperren, weil dort Personen im Gleisbereich gesichtet wurden. Nach Beschreibungen von Zeugen handelte es sich um dunkel gekleidete Jugendliche mit Gesichtsmasken, die offenbar in einen Bahntunnel gelaufen waren und sich dadurch in höchste Lebensgefahr gebracht hatten. Die Personen verschwanden anschließend in einem angrenzenden Waldgebiet. Die Bundespolizei suchte die gesamte Strecke mit einem Polizeihubschrauber ab. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)