Bundesverkehrsministerium rechnet mit bundesweiter ETCS-Ausrüstung bis zum Jahr 2040

Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass die deutschen Eisenbahnstrecken bis zum Jahr 2040 mit der modernen Zugsicherungstechnik European Train Control System (ETCS) ausgerüstet sein könnten.


Laut einer Studie des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2018 ist die bundesweite Streckenausrüstung mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS bis zum Jahr 2040 vorgesehen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Wie bereits berichtet, umfasst ein Starterpaket für den flächendeckenden Rollout – das nach bisherigen Plänen beginnend ab diesem Jahr umgesetzt werden soll – drei Vorhaben: die ETCS-Durchfahrbarkeit des TEN-Korridors Skandinavien–Mittelmeer, die Schnellfahrstrecke Köln—Rhein/Main und das Metropolenprojekt S-Bahn Stuttgart.

Die erste Strecke, auf der ein teilweise ETCS-geführter Zugbetrieb bereits stattfindet, ist die neue ICE-Trasse München – Berlin, die Ende 2017 vollständig in Betrieb genommen wurde. Die Inbetriebnahme des Teilstücks zwischen Erfurt und Leipzig/Halle (VDE 8.2) erfolgte bereits im Dezember 2015, zwei Jahre später das Teilstück zwischen Ebensfeld und Erfurt (VDE 8.1). ICE-Züge fahren im Abschnitt Ebensfeld – Erfurt – Leipzig/Halle(Saale) seither unter einer ETCS-Vollüberwachung in Level 2.

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red