Hilfe für Lufthansa – Allianz pro Schiene: Bund muss Reduzierung von Inlandsflügen durchsetzen

In diesen Wochen stellt die Politik mit Milliardenausgaben für den Kampf gegen die Corona-Krise auch die Weichen für den Verkehr der Zukunft. Nach Ansicht der Eisenbahnbranche müssten dabei auch die Klimafolgen berücksichtigt werden.


Der Branchenverband Allianz pro Schiene hat die Bundesregierung aufgefordert, mögliche staatliche Hilfen für die Lufthansa ähnlich wie Frankreich für eine deutliche Reduzierung von klimaschädlichen Inlandsflügen zu nutzen. „Wenn die Steuerzahler mit Milliardenbeträgen in eine Fluggesellschaft einsteigen sollen, kann es keinen Blankoscheck geben“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Montag in Berlin. „Die Bundesregierung sollte sich Frankreich zum Vorbild nehmen und die Rettungsaktion für eine Fluggesellschaft mit Auflagen für mehr Nachhaltigkeit und mehr Klimaschutz verknüpfen“, so Flege.

Kernpunkt müsse die Vorgabe an die Lufthansa sein, künftig überflüssige Kurzflüge innerhalb von Deutschland so weit wie möglich zu vermeiden. Als Richtschnur nannte Flege Strecken bis zu einer Fahrzeit von vier Stunden mit dem Zug. „Bei diesen Verbindungen spricht alles für die klima- und verbraucherfreundliche Eisenbahn. Die Bundesregierung muss daher die Corona-Krise als Chance begreifen, um die Alternativen zum Kurzstrecken-Luftverkehr zu stärken. Damit käme Deutschland einen großen Schritt beim Klimaschutz im Verkehr voran.“


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