Stahlbetonplatten auf ICE-Strecke gelegt – Polizei nimmt 15-jährigen Tatverdächtigen fest

Foto: Bundespolizei / Pixabay

Die Polizei hat Ende April einen Tatverdächtigen festgenommen, der im Verdacht steht, mehrere Stahlbetonplatten auf eine Bahnstrecke in Osterhofen gelegt zu haben. Gegen den Jugendlichen wird wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr ermittelt.

Wie die Staatsanwaltschaft Deggendorf bereits vor wenigen Tagen bekannt gab, ist am 29. April im Landkreis Deggendorf ein 15-jähriger syrischer Staatsangehöriger festgenommen worden. Der Jugendliche befindet sich in Untersuchungshaft und habe die Tat mittlerweile weitgehend eingeräumt. Ihm wurde ein Fachanwalt für Strafrecht als Pflichtverteidiger beigeordnet.

Warum der 15-Jährige die Gegenstände auf die Bahnstrecke gelegt hat, war zunächst unbekannt. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen soll unter anderem die Motivation des Täters geklärt werden. „Ich bin froh, dass wir den dringend tatverdächtigen Urheber dieses Verbrechens so schnell fassen konnten. Die gemeinsame intensive Ermittlungsarbeit der Beamten der Bundespolizei und der bayerischen Landespolizei verdient unsere besondere Anerkennung“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Rudolf Helmhagen.

Am 25. April hatte ein ICE in Osterhofen (Landkreis Deggendorf) bei Bahnkilometer 35,6 mehrere Betonplatten überfahren. Der Zug wurde beschädigt, verletzt wurde niemand.


red