Jugendliche im Gleis zwingen ICE zur Schnellbremsung

Foto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

Die Bundespolizei ist am Montagmittag (11. Mai) informiert worden, dass sich im Gleisbereich auf der Bahnstrecke zwischen Neumünster und Hamburg Kinder aufhalten würden. Der betreffende Streckenabschnitt wurde daraufhin gesperrt.

Eine eingesetzte Streife der Bundespolizei konnte am Einsatzort bei Neumünster zunächst keine Kinder antreffen, jedoch stand ein ICE dort auf freier Strecke. Es stellte sich heraus, dass der Triebfahrzeugführer gezwungen war, eine Schnellbremsung einzuleiten, weil er Personen im Gleisbereich wahrgenommen hatte. Die Insassen des ICE, etwa 50 Reisende, wurden durch die plötzliche Bremsung nicht verletzt.

Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung konnten die Beamten zwei Jugendliche im Alter von 14 Jahren antreffen. Auf Befragen gaben diese an, sich in den Gleisen aufgehalten zu haben. Sie wurden durch die Bundespolizisten eindringlich über die Lebensgefahr belehrt, in die sie sich begeben hatten.

Durch den Polizeieinsatz und die damit verbundene Streckensperrung erhielten acht Züge Verspätungen. Ob die Jugendlichen sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten müssen, sei nach Polizeiangaben noch zu klären.


red