Lebensgefährlicher Leichtsinn: 39-Jähriger fährt auf Zugkupplung mit

Foto: Bundespolizei

Ein 39-jähriger Mann, der am Montagabend (11. Mai) mit einem Regionalexpress von Leipzig in Richtung Chemnitz unterwegs war, nutzte dabei zur Mitfahrt zeitweilig die Zugkupplung zwischen zwei verbundenen Triebwagen.

Nachdem der Mann den Zug in Liebertwolkwitz augenscheinlich zunächst verlassen hatte, stellte der Zugbegleiter ihn wenig später auf der Kupplung zwischen zwei Zugteilen fest. Der Regionalexpress wurde daraufhin in Belgershain gestoppt. Die Bundespolizei holte den 39-Jährigen aus seiner lebensgefährlichen Situation und stellte die Personalien des Mannes fest. Einen Grund für sein Verhalten konnte er nicht angeben.

Trotz Belehrung über sein gefährliches Handeln, wurde der Mann wenig später erneut auf einer Zugkupplung entdeckt und verhinderte somit die Weiterfahrt eines Zuges. Der Zugbegleiter nahm den Mann mit zu sich in den Fahrgastbereich und übergab ihn in Bad Lausick erneut an Polizeibeamte.

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Leipzig soll es sich bei dem Mann um einen syrischen Staatsangehörigen handeln, der sich unerlaubt in Deutschland aufhält. Er wurde durch die Beamten mit dem Streifenwagen nach Chemnitz in die Erstaufnahmeeinrichtung gebracht.

Die Bundespolizei weist wiederholt daraufhin, dass ein derartiges Verhalten lebensgefährlich ist.

Gegen den 39-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gemäß Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) eingeleitet.


red