FDP-Politiker Jung: „Man darf die Bahn nicht nur mit Geld zuschütten“

Foto: Christian Jung

Der FDP-Politiker Christian Jung bezweifelt, dass die Deutsche Bahn nur wegen der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist.

„Man darf die Bahn nicht nur mit Geld zuschütten“, sagte Jung laut einem Bericht der DVZ. Dem Politiker, der für die FDP im Verkehrsausschuss des Bundestages sitzt, fehle es an einem „Gesamtkonzept“. Zudem seien ihm die rund 700 Auslandsbeteiligungen des Konzerns schon lange ein Dorn im Auge, anstatt sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Jung fordert daher von der Bahn, dass sie sich „ehrlich machen“ müsse.

Sein FDP-Kollege Christoph Meyer, Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages, ist zudem der Meinung, dass die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen habe, dass dem Konzern „unternehmerisches Geschick“ fehle. Die DB habe seit 1994 rund 30 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten aufgebaut. Dass die Corona-Krise die Bahn besonders hart treffen würde, sei erwartbar gewesen. „Jetzt muss das Unternehmen transparent und vor allem verbindlich in einem Konsolidierungsfahrplan darlegen, wofür es die genannten Milliardenhilfen genau benötigt“, fordert der FDP-Politiker. Laut Meyer sei es mehr als zweifelhaft, ob das Unternehmen auf absehbare Zeit einen Gewinn erwirtschaften werde, wenn sich nichts an der Konzernstruktur ändere.

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red