„Eisenbahner mit Herz“: Abellio-Zugbegleiter für besonders engagiertes Verhalten gewürdigt

Foto: Abellio

Die Allianz pro Schiene hat die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs „Eisenbahner mit Herz 2020“ bekannt gegeben. Neben drei Bundessiegern und der Vergabe eines Sonderpreises wählte die Jury auch Preisträger für die einzelnen Bundesländer. Landessieger in Sachsen-Anhalt wurde Martin Mietschke von Abellio Rail Mitteldeutschland.

Vorgeschlagen wurde er von Dorit Rauch. Sie war auf dem Weg von Weimar nach Dresden zur Beisetzung ihres Onkels. Zwischen Naumburg und Leißling hörte sie eine Besorgnis erregende Durchsage: Ein Güterzug sei in Brand geraten und eine Weiterfahrt nicht mehr möglich. Doch Zugbegleiter Martin Mietschke sorgte dafür, dass der Zug nach Naumburg zurückfährt. Zudem kümmerte er sich um ein Taxi für Dorit Rauch und weitere Fahrgäste. Das alles, so schrieb Frau Rauch an Allianz pro Schiene, „in einer Ruhe und Gelassenheit, die schon allein einer Würdigung bedarf“. Durch das Engagement von Herrn Mietschke kam sie pünktlich zur Kapelle, um sich von ihrem Onkel zu verabschieden.

Nach Angaben von Abellio hat sich Mietschke sehr über die Auszeichnung gefreut. Er betonte jedoch, dass es nur gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen möglich war, Frau Rausch und weiteren Fahrgästen schnell zu helfen: „Die nicht alltägliche Lösung gelang nur im Zusammenspiel mit dem Triebfahrzeugführer unseres Zuges, unserer Leitstelle und den Kollegen, die den Zugverkehr auf der Strecke koordinieren.“

Bereits zum dritten Mal stellt Abellio Rail Mitteldeutschland Landes- oder sogar Bundessieger im jährlich ausgelobten Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“. Mit der Auszeichnung, die auf Einsendungen von Fahrgästen basiert, würden Kundenbetreuer und Triebfahrzeugführer die Aufmerksamkeit erhalten, die sie sich durch ihre Arbeit mit viel Einfühlungsvermögen in ständig wechselnden Situationen verdient hätten, teilt das Unternehmen mit. Besonderes Highlight ist normalerweise eine große Galaveranstaltung in Berlin, auf der die Preisträger gekürt werden. Wegen der Corona-Pandemie musste in diesem Jahr leider darauf verzichtet werden.


red/pm

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