Neue Züge für das Bayerische Oberland: BRB verkehrt ab Juni mit Neufahrzeugen vom Typ Lint

Foto: Bahnblogstelle

Ab Mitte Juni wird eine neue Fahrzeugflotte vom Typ Lint den Zugverkehr im Bayerischen Oberland verbessern. Eines der Neufahrzeuge wurde am Montag (25. Mai) im Holzkirchener Bahnhof vorgestellt. Neben Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer waren auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie die Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), der Transdev und der Bayerischen Oberlandbahn GmbH anwesend.

Zum 14. Juni starten die ersten neun Neufahrzeuge in den Fahrgastbetrieb. Bis Ende August kommen weitere 16 hinzu. Ab dem 13. Dezember soll schließlich die komplette Flotte mit insgesamt 31 Neufahrzeugen im Einsatz sein. Die neuen Züge, die künftig unter der Dachmarke BRB (Bayerische Regiobahn) im Oberland verkehren, sind deutlich leiser als die bisherige Flotte. Trotz Dieselantriebs stoßen die Neufahrzeuge bedeutend weniger Schadstoffe aus als die bisher genutzten Triebwagen. Die Fahrzeuge lassen sich untereinander beliebig kuppeln, wodurch die Züge je nach Bedarf verlängert werden können.

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„Die neuen, moderneren Fahrzeuge bringen einen echten Mehrwert“, erklärt Ministerin Schreyer. „Weniger Zugausfälle, mehr Pünktlichkeit, längere Züge und zusätzliche Verbindungen – das sind gute Nachrichten für alle Fahrgäste auf den Strecken von München nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell.“ Landtagspräsidentin Aigner unterstrich: „Der Flottentausch ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zeitgemäßen Mobilität im Oberland. Wir können damit die Zeit bis zur vollständigen Elektrifizierung der Strecken bestmöglich überbrücken.“

Sechs zusätzliche, vom Freistaat finanzierte Züge sollen es zudem ermöglichen, die Betriebsstabilität zu erhöhen sowie zusätzliche Kapazitäten und weitere Verbindungen bereitzustellen: „Ab Dezember 2020 bauen wir das Fahrplanangebot aus“, so Schreyer. „Im Berufsverkehr an Werktagen wird der Halbstundentakt am frühen Vormittag und am Abend ausgeweitet.“ Bärbel Fuchs, Sprecherin der Geschäftsführung der BEG, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, ergänzte: „Auch im Ausflugsverkehr am Wochenende wird es im gesamten Netz mehr Sitzplätze geben und auf den Strecken nach Tegernsee und Lenggries wird künftig ganztags weitestgehend ein Halbstundentakt gefahren. Mit der künftig einheitlichen und erweiterten Fahrzeugflotte können wir das Nahverkehrsangebot kontinuierlich weiterentwickeln.“

Tobias Heinemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Transdev GmbH, betonte, dass der Austausch der Bestandsflotte auf Kosten des Unternehmens erfolgt: „Das ist eine bislang in Bayern einmalige Sache. Es ist uns ein besonderes Anliegen, damit unseren Anspruch als Qualitätsanbieter im Schienenpersonennahverkehr zu unterstreichen.“ Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, verspricht zudem ein neues Mobilitätserlebnis: „Ich freue mich natürlich vor allem für unsere Fahrgäste, für die wir nun endlich wieder mit attraktivem Fahrkomfort in unserer Heimatregion unterwegs sein können. Unsere neuen Züge bieten modernste Fahrgastinformationssysteme, Gratis-WLAN, Steckdosen in jeder Sitzgruppe und natürlich leistungsstarke Klimaanlagen für angenehmes Reisen zu jeder Jahreszeit.“

Der Flottentausch ist nach Angaben des Bayerischen Verkehrsministeriums Teil eines zukunftsorientierten Gesamtkonzepts. In den kommenden Jahren sollen zudem weitere Maßnahmen umgesetzt werden, um die Schieneninfrastruktur im Oberland Schritt für Schritt zu verbessern. Unter anderem sei geplant, dass veraltete Signal- und Stellwerkstechnik modernisiert wird. Außerdem sollen mehrere Bahnübergänge erneuert werden. Schließlich ist es das Ziel, das Oberlandnetz bis Ende dieses Jahrzehnts vollständig zu elektrifizieren und langfristig einen 30-Minuten-Takt zu ermöglichen.


red/pm