Deutsche Bahn will keine europaweite Rabattkarte

Foto: Bahnblogstelle

Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG strebt das Unternehmen „keine Einführung einer europaweit einheitlichen Rabattkarte an“.

Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Die Harmonisierung der nationalen Rabattkarten aller wesentlichen europäischen Bahngesellschaften scheine wegen der unterschiedlichen Rabattkarten- und Preissystematiken der einzelnen Bahngesellschaften unrealistisch, heißt es in der Antwort. Stattdessen habe sich die DB AG in den letzten Jahren auf europäischer Ebene dafür eingesetzt, dass die jeweiligen Rabattkarten für den grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt werden können, teilt die Regierung mit.

Was die Möglichkeit angeht, Zugtickets anderer europäischer Zugverkehrsbetreiber über Bahn-Plattformen zu buchen, heißt es in der Antwort: Laut DB AG werden seit Januar 2018 auf bahn.de und über den DB Navigator Fahrkarten einiger Auslandsbahnen angeboten. Das Angebot werde stetig ausgebaut. Aktuell seien Angebote der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), inklusive des gesamten Nachtzugangebotes der ÖBB und ihrer Nightjet-Partner sowie Angebote der Schweizer Bundesbahnen (SBB), der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia, der französischen Staatsbahn SNCF und der internationalen Bahngesellschaften Eurostar und Thalys enthalten. Diese Verbindungen seien auch in Kombination miteinander oder mit einem DB-Ticket in einem Buchungsschritt buchbar, schreibt die Bundesregierung.


red/hib