Damals am 3. Juni: ICE-Unglück von Eschede

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Am 3. Juni 1998 ereignet sich bei Eschede auf der Bahnstrecke Hannover–Hamburg eines der schwersten Zugunglücke in der deutschen Eisenbahngeschichte. ICE 884 entgleist mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h und prallt gegen eine Brücke. Es sterben 101 Menschen, 88 werden teilweise schwer verletzt. Grund für den Unfall war ein wegen Materialermüdung gebrochener Radreifen am ersten Mittelwagen. Drei Ingenieure stehen später wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht. Im Mai 2003 wird das Verfahren gegen Zahlungen von jeweils 10.000 Euro eingestellt. Nach Ansicht des Richters war eine schwere Schuld der Angeklagten nicht nachzuweisen. 2013, zum 15. Jahrestag der ICE-Katastrophe, entschuldigt sich Bahnchef Rüdiger Grube im Namen der Deutschen Bahn AG und gesteht Fehler ein. Er bittet Überlebende und Hinterbliebende um Entschuldigung. In der Nähe der Unfallstelle erinnert heute eine Gedenkstätte an die Opfer des Unglücks.


red

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