Deutsche Bahn will Maskenverweigerer nicht bestrafen

Foto: DB AG / Oliver Lang

Die Deutsche Bahn will Reisende, die sich trotz Maskenpflicht in den Zügen weigern eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, nicht bestrafen.

Wie ein Bahnsprecher laut der Tageszeitung taz sagte, sei dies Aufgabe behördlicher Stellen. „Die Pflicht, eine Maske zu tragen, ist eine Vorgabe der Behörden – nur diese können sie letztendlich auch durchsetzen“, heißt es dem Bericht zufolge von Seiten des DB-Konzerns. Das Unternehmen setzt lieber auf das Verständnis ihrer Kunden. Wird ein Bahnmitarbeiter auf einen Fahrgast ohne Schutzmaske aufmerksam, so werde dieser zunächst „freundlich darauf hingewiesen“, dass eine Tragepflicht besteht. Bei Konflikten werde notfalls die Bundespolizei hinzugerufen.

Von der derzeitigen Maskenpflicht seien lediglich Kinder unter sechs Jahren und Reisende, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, ausgenommen. Außerdem dürften Passagiere ihre Maske abnehmen, wenn sie essen oder trinken wollen.

Laut dem taz-Bericht beruft sich die Deutsche Bahn darauf, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht Bestandteil der eigenen Beförderungsbedingungen sei – weil dies staatlich verordnet ist. Das Hausrecht greife daher in diesem Fall nicht, um eine Person von der Fahrt auszuschließen.

Nach Angaben des Bahnsprechers herrsche aber ohnehin „große Besonnenheit“, was die Maskenpflicht angeht.


red