Triebfahrzeugführer melden mehrere Rinder am Bahngleis

Foto: Bundespolizei

Mehrere Rinder, die sich in der Nähe einer Bahnstrecke aufhielten, haben am Donnerstag (11. Juni) für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gesorgt.

Gegen 16:10 Uhr meldete der Triebfahrzeugführer eines Zuges der DB-Notfallleitstelle zwei Rinder, die sich im Bereich des Bahnhofs Roitzsch am Gleis aufhielten. Ein weiterer Triebfahrzeugführer, der die Strecke Halle(Saale)–Bitterfeld befuhr, bestätigte kurz darauf ebenfalls, dass sich mehrere Tiere am besagten Bahnhof in unmittelbarer Nähe des Gleises aufhielten. Nachfolgende Züge erhielten daraufhin einen Langsamfahrbefehl.

Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei fuhren den Ereignisort an und stellten insgesamt sechs Tiere, davon vier Kühe, ein Kalb sowie einen Bullen fest. Diese waren nach Polizeiangaben aus einer angrenzenden Koppel entwichen. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren Roitzsch und Petersroda konnten die Tiere eingefangen und auf die Koppel zurückgebracht werden. Der Eigentümer der Tiere konnte kurz darauf erreicht werden. Um 17.52 Uhr war die Bahnstrecke wieder vollständig freigegeben worden. Infolge des Einsatzes erhielten drei Züge insgesamt 49 Minuten Verspätung.

Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg weist daraufhin, dass Tierhalter verpflichtet sind, auf eine sichere Unterbringung von Weidetieren zu achten. Kommt es durch entlaufene Tiere zu einem Unfall und kann dem Tierhalter ein Fehlverhalten nachgewiesen werden, kann er für Zugverspätungen oder Zugausfälle mit einem Verwarngeld belegt werden. Für eventuelle Sachschäden an Zügen oder Gleisen kann er darüber hinaus auf dem zivilrechtlichen Weg haftbar gemacht werden. Kommt es zu einer Kollision muss er zudem mit einer Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen; werden Menschen verletzt oder getötet, weiten sich die Ermittlungen dementsprechend aus.


red