„Große Trends werden Corona überdauern“ – Deutsche Bahn will laut Vorstand Huber an Investitionsplan festhalten

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Nach Aussage von Berthold Huber bestehe in den Zügen der Deutschen Bahn trotz der andauernden Corona-Pandemie „kein höheres Infektionsrisiko“. Außerdem will das Unternehmen den ursprünglichen Investitionsplan beibehalten. Das sagte der Manager, der im Bahn-Konzern das Vorstandsressort Personenverkehr verantwortet im Podcast „Die Stunde Null“. 

Die Deutsche Bahn will weiterhin an den geplanten Investitionen „ohne Einschränkungen“ festhalten. Trotz der Corona-Krise wolle das Unternehmen nicht an der Zukunft sparen. „Dass wir in drei bis fünf Jahren die Kapazitäten brauchen, mit denen wir vor der Corona-Krise gerechnet haben, dessen bin ich mir sicher“, sagte Huber. „Die ganz großen Trends werden Corona überdauern.“

Der Bund schätzt den wirtschaftlichen Schaden allein bei der Deutschen Bahn durch die Corona-Krise bis zum Jahr 2024 auf zwischen elf und 13,5 Milliarden Euro. Während des Shutdowns hatte das Unternehmen rund dreiviertel seines Angebots aufrechterhalten. Die Fahrgastauslastung sank in den Monaten März und April auf teilweise bis zu 10 Prozent. Aktuell steigt die Zahl der Reisenden wieder an und liege bei knapp über der Hälfte. Laut Huber dauere es bis zu vier Wochen, bis sich das System wieder eingespielt habe. Um die Einnahmeausfälle der vergangenen Monate auszugleichen, hatte der Bund Anfang Juni beschlossen, den Staatskonzern mit fünf Milliarden Euro zu unterstützen.


red