Schnellfahrstrecke Stuttgart–Mannheim: Entgleisung soll keine Auswirkungen auf Wiederinbetriebnahme haben

Foto: Einsatz-Report 24

Die Deutsche Bahn will die Sanierung der Schnellfahrstrecke Stuttgart–Mannheim wie geplant Ende Oktober abschließen. Die Wiederinbetriebnahme am 1. November soll durch den Unfall vor wenigen Tagen nicht gefährdet sein.

Laut einem Medienbericht geht die Deutsche Bahn davon aus, dass die Entgleisung eines Güterzuges im Baustellenbereich auf Höhe Bretten-Bauerbach nicht zu Verzögerungen führen wird. Zwar sei die Oberleitung beschädigt und mehrere vormontierte Weichen ins Gleis gefallen. Die Strecke soll aber trotzdem planmäßig am 1. November wieder freigegeben werden. Das berichtet die Tageszeitung Badische Neueste Nachrichten. Weil sich die Bauzüge mittels Diesellok fortbewegten, werde die Oberleitung im Moment nicht benötigt, erklärte ein Bahnsprecher nach Angaben der Zeitung.

Am vergangenen Samstag (13. Juni) waren mehrere Wagen eines Güterzuges, der neue tonnenschwere Weichen geladen hatte, entgleist. Verletzt wurde dabei niemand. Allerdings hat der Unfall große Sachschäden im Gleis sowie an den Oberleitungsanlagen verursacht. Für die Bergung wurde ein Schienenkran der Deutschen Bahn und eine Spezialfirma angefordert. Die Unfallursache ist dem Bericht zufolge weiterhin unklar.

Die rund 99 Kilometer lange Schnellfahrstrecke zwischen Stuttgart und Mannheim wird seit dem 10. April für rund 183 Millionen Euro umfangreich saniert. Die Deutsche Bahn tauscht dort insgesamt 440.000 Tonnen Schotter, 190 Kilometer Gleise, 54 Weichen und 300.000 Schwellen aus.


red