Kinder an Hochgeschwindigkeitsstrecke zwingen ICE zur Schnellbremsung

Foto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

Weil sich am Mittwoch (17. Juni) im Bereich der Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt(Main)–Köln spielende Kinder am Gleis aufgehalten haben, war der Triebfahrzeugführer eines ICE gezwungen, eine Bremsung einzuleiten.

Laut einem Bericht der Rhein-Zeitung war der Zug zum Zeitpunkt des Vorfalls mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h zwischen Limburg und Montabaur unterwegs, als der Triebfahrzeugführer von weitem zwei Kinder am Bahndamm bemerkte. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kam der ICE trotz Schnellbremsung erst nach über zwei Kilometern zum Stehen.

Wie ein Polizeisprecher gegenüber der Zeitung sagte, haben sich die Kinder wahrscheinlich so erschrocken, dass sie anschließend weggerannt sind. Eine Absuche des Nahbereichs durch die Bundespolizei verlief erfolglos. Die Bahnstrecke war für rund eine Stunde gesperrt, mehrere Züge verspäteten sich.

Probleme mit Personen im Gleis gibt es aber auch andernorts

So liefen laut Polizeiangaben am 15. Juni mehrere Kinder nahe des Haltepunkts in Neugersdorf über das befahrene Gleis. Als Beamte den Ereignisort absuchten, konnten sie vier Jugendliche unter einer nahen Bahnbrücke entdecken. Die 13- bzw. 14-Jährigen wurden daraufhin über die besonderen Gefahren auf Bahnanlagen aufgeklärt und mündlich verwarnt.

Laut Alfred Klaner, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ebersbach, häufen sich in letzter Zeit wieder mehr Feststellungen von unbefugten Gleisaufenthalten in diesem Bereich. Die Bundespolizei hat daher erneut eine Aufklärungskampagne in der Oberlausitz gestartet. Zahlreiche Warnplakate mit der Aufschrift „Tödliche Abkürzung“ sollen auf die Gefahren hinweisen.


red