Österreich: Finaler Durchschlag am Koralmtunnel – Inbetriebnahme für 2025 geplant

Foto: ÖBB / Wolfgang Lehrner

Am vergangenen Mittwoch (17. Juni) erfolgte der finale Durchschlag am Koralmtunnel in Österreich. Damit sind nun – 18 Jahre nach den ersten Probebohrungen – beide Röhren gegraben. Mit 33 Kilometern Länge ist der Koralmtunnel der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt.

Nachdem bereits im August 2018 der Durchschlag der Südröhre gefeiert werden konnte, wurde nun auch die Nordröhre des Koralmtunnels vollständig gegraben. Der neue Tunnel verbindet künftig Kärnten mit der Steiermark und soll nach Fertigstellung der neuen Bahnverbindung von Graz nach Klagenfurt die Reisezeit verkürzen. Ab Inbetriebnahme des Tunnels, geplant für 2025, soll die Fahrt von Graz nach Klagenfurt nur noch 45 Minuten und von Wien nach Klagenfurt weniger als drei Stunden betragen.

„Die Südstrecke ist eines der größten und spektakulärsten Infrastrukturprojekte des Landes“, sagte Andreas Matthä, CEO ÖBB Holding AG, anlässlich des Tunneldurchschlags.“Ich bin stolz auf alle Mineure und MitarbeiterInnen, die an diesem Tunneldurchschlag beteiligt sind. Das ist ein großartiger Erfolg und ein wichtiger Meilenstein für das Jahrhundertprojekt. 370 Kilometer moderne Gleise, 23 neue und modernisierte Bahnhöfe – davon profitieren ab 2025 tausende Menschen, die dann hier umweltfreundlich ein- und aussteigen.“

Foto: ÖBB / Wolfgang Lehrner

„Den öffentlichen Verkehr leistbar, umweltfreundlich und bequem für alle zu machen, das ist unser Ziel. Das zeigt auch diese Investition. Für Pendlerinnen und Pendler bringt die neue Südstrecke eine große Zeitersparnis und bequemere Reisemöglichkeit“, so Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler.

Drei gewaltige Tunnelbohrmaschinen und mehrere Tausend Menschen waren über die Jahre am Bau des Koralmtunnels beteiligt. Nach dem letzten Durchschlag steht jetzt auch auf Kärntner Seite der Innenausbau voll im Fokus. Rund zwei Drittel der Tunnelröhren werden mit einer zusätzlichen Innenschale ausgerüstet. Von steirischer Seite aus ist rund die Hälfte bereits geschafft.


red

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