Triebwagen fährt in abgesenkte Oberleitung und fängt Feuer – Lokführer schwer verletzt

Foto: Bundespolizei

Zwei Verletzte, davon ein Schwerverletzter und ein Sachschaden in noch unbekannter Höhe, sind die Folgen eines Bahnunfalls bei Hebenshausen-Niedergandern.

Ein Zug der Cantus Verkehrsgesellschaft ist am Montag (22. Juni) gegen 11:30 Uhr nahe Niedergandern mit dem Stromabnehmer in die tiefer hängende Oberleitung der Bahnstrecke (Göttingen-Friedland) gefahren. Der Zug war auf dem Weg in Richtung Friedland (Landkreis Göttingen). Bisherigen Ermittlungen zufolge hatte ein Vogel einen Kurzschluss ausgelöst und dadurch den Haltmechanismus der Oberleitung beschädigt, teilt die Bundespolizei mit. Ein Fremdverschulden werde ausgeschlossen.

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Durch den Vorfall geriet der Triebwagen im Frontbereich in Brand. Der Zug kam zwangsweise zum Halten. Nach Polizeiangaben erlitt der 40-jährige Triebfahrzeugführer bei dem Vorfall Brandverletzungen und kam schwerverletzt in ein Krankenhaus. Eine Frau, die einen Schock erlitten hatte, wurde ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert. Die übrigen 40 Fahrgäste des Zuges blieben unverletzt und mussten ihre Fahrt mit einer anderem Bahn fortsetzen. Die Bahnstrecke war nach dem Unfall in beide Richtungen gesperrt.

Neben der Bundespolizei, die Ermittlungen zum Vorfall aufgenommen hat, waren auch die Feuerwehr des Landkreises Werra-Meißner, das THW Witzenhausen, ein Notfallmanager der Cantus-Bahn und die Polizei Eschwege vor Ort im Einsatz.


red