Betrunkene Jugendliche legen Steine auf Schienen – Bundespolizei kann Tatverdächtige stellen

Foto: Bundespolizei

Am Samstagabend (27. Juni) hat die Bundespolizei zwei Jugendliche erwischt, die Schottersteine auf die Schienen gelegt hatten. Die alkoholisierten 15- und 17-jährigen Tatverdächtigen mussten später von den Eltern abgeholt werden.

Die Kemptener Bundespolizei erhielt gegen 20 Uhr die Mitteilung, dass zwei Jungen im Bahnhof Biessenhofen Schottersteine auf die Schienen gelegt haben sollen. Die beiden Jugendlichen hätten den Gleisbereich erst kurz vor Einfahrt einer Regionalbahn, die die Steine überfuhr, verlassen. Das Zugpersonal der besagten Bahn meldete umgehend den Vorfall und gab eine Personenbeschreibung ab.

Daraufhin konnte eine alarmierte Streife der Bundespolizei auf dem Bahnsteig zwei Jungen im Alter von 15 und 17 Jahren stellen. Ersten Ermittlungen zufolge hatten die Jugendlichen circa 20 Steine auf die Schienenköpfe gelegt. Als die Jungen einen herannahenden Zug bemerkten, seien sie zu einem nahegelegenen Parkplatz gerannt und beobachteten von dort aus, wie die Steine vom Zug weggeschleudert wurden.

Auf Vorhalt der Beamten stritten die Verdächtigen zunächst ab, sich im Gleisbereich aufgehalten zu haben, gaben ihre Tat aber letztlich zu. Da die beiden Jungen offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol standen, führten die Beamten eine Atemalkoholmessung durch. Diese ergab beim 15-Jährigen einen Wert von 0,36 und beim 17-Jährigen 1,42 Promille. Die Bundespolizisten übergaben die beiden Jungen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einer eingehenden Belehrung über die Gefahren im Bahnverkehr an die Erziehungsberechtigten. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des versuchten gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und wird außerdem das zuständige Jugendamt über den Vorfall in Kenntnis setzen.


red

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