Bundesverkehrsminister Scheuer und Vertreter der Bahnwirtschaft unterzeichnen „Schienenpakt“

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, und Vertreter der Bahnwirtschaft haben am Dienstag einen Schienenpakt zur Stärkung des Bahnsektors unterzeichnet und den „Masterplan Schienenverkehr“, zu dem auch der Deutschland-Takt gehört, vorgestellt. 

In Berlin ist ein Schienenpakt zwischen der Bundesregierung, den Branchenverbänden und Gewerkschaften sowie der Deutschen Bahn geschlossen worden. “Die Schiene kann mit diesem Pakt der Verkehrsträger Nummer eins werden”, sagte Scheuer. Treiber für die Bahnen sei der Klimaschutz und die Digitalisierung, Kernstück des Vorhabens ist der “Deutschland-Takt”: Unter dem Motto “Öfter, Schneller, Überall” sollen die Bahn-Hauptachsen alle halbe Stunde befahren werden. Außerdem sollen der Fern- und der Regionalverkehr optimal aufeinander abgestimmt werden.

Ab Dezember soll der Deutschland-Takt in einem ersten Schritt zwischen Berlin und Hamburg langsam anlaufen. Die ICE-Züge auf dieser Verbindung sollen dann halbstündlich verkehren. Weitere Verbindungen mit einem 30-Minuten-Takt sollen bis Mitte des Jahrzehnts hinzukommen. Scheuer nannte unter anderem Strecken wie München–Stuttgart–Mannheim, München–Nürnberg–Würzburg, Kassel–Hamburg und Hannover–Berlin.

“Mit diesem System-Umstieg lösen wir eine kleine Revolution aus”, so der Bundesverkehrsminister. Bereits seit längerem sei es das Ziel der Bundesregierung, die Fahrgastzahlen im Fernverkehr bis 2030 zu verdoppeln und den Marktanteil der Schiene am Güterverkehr von derzeit rund 18 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Der Masterplan Schienenverkehr umfasst den besagten Deutschland-Takt, die Steigerung der Kapazität durch den Ausbau von Bahnstrecken, -korridoren und -knoten sowie die Digitalisierung des Bahnbetriebs. Außerdem sieht die Vereinbarung vor:  mehr Wettbewerb, mehr Lärm- und Klimaschutz, mehr innovative Fahrzeuge und Technologien, mehr Forschung, mehr hochmotivierte und qualifizierte Fachkräfte durch gute Arbeitsbedingungen und mehr Güter auf der Schiene.


red