Züge frontal zusammengestoßen – Tote und Verletzte bei Unfall nahe der deutsch-tschechischen Grenze

Foto: Polizei | aktualisiert am 7. Juli 2020, 21:59 Uhr

Eine Frontalkollision zweier Züge hat am Dienstag (7. Juli) auf der Bahnstrecke zwischen der tschechischen Stadt Karlovy Vary und Johanngeorgenstadt Tote und Verletzte gefordert. 

Im Erzgebirge, nahe der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland, hat sich am Nachmittag gegen 15:10 Uhr ein schweres Zugunglück ereignet. Nach bisherigen polizeilichen Angaben hat es dabei zwei Tote und 22 Verletzte gegeben. Unter den Verunfallten sollen sich sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger befinden.

Die Unglücksstelle liegt in einem Waldstück an der dortigen eingleisigen Bahnstrecke nahe der Gemeinde Pernink. Einer der beiden Züge war von Karlovy Vary (Karlsbad) kommend ins sächsische Johanngeorgenstadt unterwegs, der andere fuhr in die Gegenrichtung. Die beiden Züge sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen.

Der Betrieb auf der Strecke wird im sogenannten vereinfachten Nebenbahnbetrieb durchgeführt, das heißt ohne besondere sicherungstechnische Einrichtungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sei einer der beiden Lokführer durch die Polizei festgenommen worden. Es bestehe offenbar der Verdacht einer fahrlässigen Gefährdung der Allgemeinheit. Dem Bericht zufolge soll er möglicherweise zu früh losgefahren sein. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

Vor Ort kamen mehrere Rettungshubschrauber und zahlreiche Rettungsfahrzeuge zum Einsatz.


red