Großbritannien: Hitachi Rail und Hyperdrive Innovation wollen Batteriepacks für Züge entwickeln

Foto: Hyperdrive

Der Bahntechnikhersteller Hitachi Rail und das Batterieunternehmen Hyperdrive Innovation haben eine Absichtserklärung über die gemeinsame Entwicklung von Batteriepacks für Züge unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst auch die Schaffung eines Batteriehubs im Nordosten Großbritanniens.

Das Technologieunternehmen Hitachi schätzt, dass es in Großbritannien einen potenziellen Markt für über 400 Batteriezüge gibt. „Die Partnerschaft mit Hyperdrive bietet Möglichkeiten für die Bestellung neuer Batteriezüge“, sagt Andrew Barr, Group CEO von Hitachi Rail. Von der Entwicklung sollen sowohl bestehende Züge als auch Neufahrzeuge, die in den kommenden Jahren als Ersatz für alternde Dieselflotten benötigt würden, profitieren. Erste Empfänger der Batteriesysteme könnten 275 Züge von Hitachi sein.

Hyperdrive Innovation wurde 2012 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Lithium-Ionen-Batteriesysteme für verschiedene Fahrzeugtypen. „Wir freuen uns, unser Fachwissen und unsere Erfahrung als vertrauenswürdiger Elektrifizierungspartner in eine neue Branche einzubringen und eine innovative Organisation wie Hitachi bei der Modernisierung und Dekarbonisierung der britischen Schienennetze zu unterstützen“, erklärt Chris Pennison, CEO von Hyperdrive.

Bislang seien nur 42 Prozent der britischen Eisenbahnen elektrifiziert. Laut Pennison verbrauchen britische Züge jährlich etwa 469 Millionen Liter Diesel und stoßen damit über 2,4 Millionen Tonnen CO2 aus. „Die Partnerschaft untermauert die Vision, dass die Bahnindustrie einen wichtigen Beitrag zum Ziel der britischen Regierung leisten kann, bis 2050 keine Nettoemissionen zu verursachen“, so der Hyperdrive-Chef.


red